Kindertagespflege

Meine Arbeit als Tagesmutter

 

Die Örtlichkeit – mein Zuhause

Um den Kindern das familiäre Gefühl zu vermitteln, in dem sie sich wohl fühlen sollen, betreue ich sie zu Hause in unserem Haus in der Heimstraße 11 in Würselen-Broichweiden. Es hat einen sehr großen Garten und bietet viele Entfaltungsmöglichkeiten für meine Tagespflege. Hier haben wir für meine Tageskinder einen schönen Raum hergerichtet, der ihnen einen kindgerechten Aufenthalt bietet.

In Broichweiden kann man uns mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichen, wenn ein paar Minuten Fußweg kein Problem darstellen. Außerdem haben wir Parkmöglichkeiten oder Abstellmöglichkeiten für Kinderwagen direkt vor dem Gebäude, sodass dass das Bringen und Abholen der Tageskinder problemlos funktioniert. Wir wohnen in einer zu unserer Freude in einer ruhigen Nebenstraße und befinden uns zudem in direkter Nähe zum großen Abenteuerspielplatz in der Dürerstraße, der über die Grenzen Broichweidens bekannt ist.

 

Die Räumlichkeiten

Für die Tageskinder steht mir ein eigenes kindgerecht eingerichtetes Zimmer zur Verfügung, welches mit Spielsachen, Tisch und Stühlen, Wickelmöglichkeit, CD-Player und Schlafmöglichkeiten ausgestattet ist. Hier finden in der Hauptsache folgende Aktivitäten statt:

– Spielen

– Musik hören

– selbst singen und tanzen

– Malen / Basteln / Bauen

– Bücher anschauen

– Kuscheln (auf dem Sofa oder dem Kinderteppich, mit Decken und Kissen)

 

Zum Aufbewahren von Ersatzkleidung, Stiefeln, Mützen etc. stehen für jedes Kind 2 Aufbewahrungsboxen zur Verfügung. Außerdem dient unser Tageskinderzimmer zum Einnehmen der Mahlzeiten (Frühstück, Snacks, Mittagessen).

Das Badezimmer bzw. das Gäste-WC dient der Hygiene, wo wir gemeinsam Hände und Gesichter waschen. 

 

Der Tagesablauf

07:00 – 09:00    Bringzeit (je nach Absprache mit den Eltern)

ca. 08:00            gemeinsames Frühstück, danach Hände und Gesichter waschen

08:15 – 11:30      Abwechselndes Programm

  • raus in den Garten,
  • Spazieren
  • Spielplatzbesuch
  • Kindermusik hören und mitsingen
  • kreative Tätigkeiten
  • freie Spielzeit

09:30                 Vormittagssnack gemeinsam am Tisch oder unterwegs (Obst, Knäckebrot, Selbstgebackenes etc.)

11:30                   Gemeinsames Mittagessen am Tisch, danach Hände und Gesichter waschen

12:00                  Mittagsschlaf

14:00                  Abholzeit

 

Zwischendurch werden regelmäßig die Windeln kontrolliert und gewechselt.

 

Eingewöhnung und Kennenlernen

Zu Beginn eines jeden Verhältnisses von Tageseltern / Tageskind und Tagesmutter steht immer zunächst ein Kennenlerngespräch. Meist geht diesem ein Anruf der Tageseltern voraus, welche einen Tagespflegeplatz für ihr Kind / ihre Kinder suchen. Man verabredet sich in meiner Wohnung, damit die Eltern und das Kind die mögliche zukünftige Unterbringung auch kennen lernen können.

Bei einem ausführlichen Aufnahmegespräch unterhält man sich über meine Tätigkeit als Tagesmutter, über Spiel-, Schlaf- und Essgewohnheiten und über das Tageskind. Im Anschluss fordere ich die Eltern auf, über eine mögliche Zusage bei mir erst einmal in Ruhe zu Hause zu sprechen und eine Nacht darüber zu schlafen. So möchte ich voreilige Entschlüsse vermeiden. Kommt es dann zu einer Unterzeichnung eines Betreuungsvertrages, den ich den Eltern aushändige, planen wir folgende Eingewöhnungsphasen:

  1. Ein Elternteil und das Tageskind besuchen mich mehrmals in meiner Tagespflegeeinrichtung an einem normal Werktag, wenn auch die anderen Tageskinder vor Ort sind und verbringen eine angemessene Zeit gemeinsam bei uns, bis das Kind mich und die anderen Tageskinder in sein Spiel einbezieht.
  2. Anschließend verabschieden sich dann die Eltern für kurze Zeit zum Einkaufen oder einen kurzen Spaziergang. Hierbei ist wichtig, dass das Kind diese Abwesenheit realisiert. Das Taggeskind soll so die fremde Umgebung und die neuen Menschen kennen lernen und erfahren, dass die Eltern immer wieder zum Kind zurückkehren. Dadurch ist gewährleistet, dass das Kind das Vertrauen zu den Eltern nicht verliert und sich entspannt auf die Zeit in der Tagespflege einlassen kann.
  3. Sobald das Kind in mir eine Vertrauensperson sieht verlängern wir die Zeit, in der die Eltern abwesend sind. Hierbei richte ich mich voll und ganz nach den Bedürfnissen des Kindes und erwarte auch von den Eltern, dass sie diese Geduld mitbringen.

 

Natur kennenlernen und Umwelt bewusst erfahren

In meinem Bild des Berufs „Tagesmutter“ sehe ich zunächst die Bewegung an der frischen Luft als größtes Bedürfnis der Kinder. Ich versuche diesem Wunsch nach Möglichkeit täglich zu erfüllen. Wir gehen je nach Wetterlage fast jeden Tag in unseren Garten und mindestens 1 mal pro Woche auf den nahegelegenen großen Spielplatz. Mir ist wichtig, dass meine Tageskinder sich frei entfalten können und selbständig agieren können. Sie sollen sich in der Natur zu Hause fühlen und Dinge wie Pflanzen, Früchte, Insekten, Regen und Schnee, Wind, Sonne und Wasser frühzeitig erfahren.

Ich freue mich, dass ich den Kindern auch einige Spielgeräte, wie ein Spielhaus, eine Wasserbahn etc. für den Außenbereich zur Verfügung stellen kann um Spiel und Spaß außerhalb des Hauses für sie selbstverständlich zu machen.

Bei unseren regelmäßigen Spaziergängen zum Spielplatz achte ich verstärkt darauf, dass wir Routen nehmen, die an Pferde-, Kuh- und Schafswiesen vorbeiführen, denn ich finde, dass Menschen Tiere schon früh kennen und schätzen lernen sollen. Dass man dabei dann auch Tiergeräusche und Tiernamen übt, ist ein schöner Nebeneffekt.

 

Sprache

Durch das Benennen von Dingen, durch Lesen, Singen, Reimen und durch Fingerspiele bringe ich den Kindern mit Spaß Sprache näher. Die TageskinderKinder erkennen hierbei Melodien und Rhythmen wieder und haben Spaß daran, sie zu wiederholen und somit am Erlernen der entsprechenden Worte. Hierbei ist wichtig, dass ich selbst deutlich und grammatikalisch korrekt spreche. Wenn die Kinder mit Freude ihren Wortschatz auf- und ausbauen, habe ich mein Ziel erreicht.

 

Selbstständigkeit

Mir ist es wie oben benannt sehr wichtig, dass meine Tageskinder selbständig werden und mit Freude neue Sachen ausprobieren und entdecken. Wenn ein Kind ein Ziel erreichen möchte und ich den Eindruck habe, dass es das selbst schaffen kann, bestärke ich es darin. Um den Kontakt aufzunehmen, versuche ich nach Möglichkeit immer mit dem entsprechenden Tageskind auf Augenhöhe zu sprechen. Für mich ist dies ein Zeichen von Respekt und zeigt dem Kind, dass es ernst genommen wird. Ich hoffe damit das Kind positiv zu bestärken und die mir wichtigen Werte zu fördern.

 

Umgang mit Mitmenschen

Ich versuche den Kindern eine freundlichen und respektvollen Umgang miteinander und mit anderen Menschen vorzuleben. So nehme ich es ernst, wenn eines der Kinder bedrückt ist und begebe mich auf Augenhöhe um mit ihm zu reden oder es zu trösten. Es soll sich wertgeschätzt fühlen und erfahren, dass es ernst genommen wird. Ebenso möchte ich den Tageskindern Gleichberechtigung und einen Sinn für das Teilen vermitteln. In der Gruppe funktioniert das gut und was man selber oder die anderen Kinder vormachen, wird gerne angenommen. Ich wünsche mir, dass meine Schützlinge positive Menschen werden und mit einer guten Einstellung durchs Leben gehen.

Ein Konflikt ist für mich ein ungeklärter, negativer Vorfall. Ein gutes Beispiel ist hierfür ein Beißvorfall. Ich versuche einer entsprechenden Situation möglichst neutral gegenüber zu stehen. Das Kind wird deswegen nicht abgestraft. Es wird nicht zu einem „bösen“ Kind. Es hatte aus meiner Sicht keine andere Möglichkeit, sich in diesem Moment auszudrücken. Natürlich wird dem Kind ruhig aber deutlich mitgeteilt, dass es das nicht tun darf. Gegebenenfalls zeigt man dem Kind dann nochmal die Folgen seines Handelns (das andere Kind weint, irgendetwas ist kaputt etc.). Ich möchte, dass das Kind mich versteht und auch versteht, dass eine bestimmte Handlung nicht getan werden soll.

 

Umgang mit Eltern

Bei einem Gespräch mit den Eltern meiner Tageskinder ist mir ebenfalls Respekt und die Begegnung auf Augenhöhe am wichtigsten. Gespräche über benötigte Windeln sind für mich Tür- und Angelgespräche, die auf dem kurzen Dienstweg erledigt werden können. Wenn ein Kind beispielsweise nur auf Zehenspitzen läuft oder immer wieder zum Beißen neigt, würde ich mit den Eltern einen Termin für ein Themengespräch vereinbaren und in möglichst ruhiger Umgebung reden. Ich versuche immer, mit den Eltern in Kontakt zu bleiben und uns als eine Art Team, mit Projektziel „zufriedenes, selbständiges Kind“ zu sehen.

 

Ernährung und Gesundheit

Gesundes Leben und gesunde Ernährung sind existentielle Grundlagen, die ein jeder Mensch kennen muss. Hierbei kann man nicht früh genug anfangen, den Kindern zu vermitteln, was gut und wichtig ist. Bei jedem Essen, ob Frühstück, Mittag oder Zwischensnack, biete ich den Kindern Rohkost oder Obst an.

Das Frühstück und das Mittagessen bringen die Eltern für ihre Kinder mit – ich stelle lediglich Obst und Gemüse dazu. Außerdem biete ich den Kindern täglich einen Vormittagssnak an, der aus Obst, Gemüse, Selbstgebackenem oder auch anderen Dingen besteht. Beim Einkauf der Zutaten achten wir (mein Mann und ich) genau wie bei unserem eigenen Einkauf auf möglichst unbelastete Waren.

Trinken ist sehr wichtig, weshalb die Tageskinder zu jeder Zeit trinken können. Jedes Kind hat seine eigene Trinkflasche und bekommt Wasser / Mineralwasser oder frischen ungesüßten Tee. Insbesondere an warmen Tagen achte ich sehr darauf, dass genug getrunken wird.

 

Bildungsdokumentation

Unter Bildungsdokumentation verstehe ich, dass man die Kinder in Hinsicht auf seine Entwicklung im Auge behält. Hierbei stehen für mich positive Entwicklungsschritte im Vordergrund, die ich gerne auch fotografisch festhalte. Ich notiere mir Auffälligkeiten, um sie zu beobachten und gegebenenfalls mit den Eltern zu besprechen. Mir ist es wichtig, keine „Diagnosen“ zu stellen, sondern den Eltern meine Erfahrungen und Beobachtungen als genau das zu vermitteln.

 

Sicherheit

In der Umgebung der Kinder sollten möglichst sämtliche Gefahrenquellen ausgeschaltet sein, damit sich die Kinder frei bewegen können. Die vorhandenen Spielzeuge sollten meiner Meinung möglichst in Greifweite, zumindest aber in Sichtweite befinden, so dass die Kinder im Stande sind sich selbst das entsprechende Spielzeug zu beschaffen oder mir zeigen zu können. Wenn die Kinder sich entspannt bewegen und die Möglichkeiten nutzen, habe ich mein Ziel erreicht, das darin besteht, dass ihre Bedürfnisse erfüllt sind.